Die dicken Kämpfer Roms
Knochenanalysen aus römischen Gladiatorenfriedhöfen haben bewiesen, dass die Kämpfer fast ausschließlich von einer extrem kohlenhydratreichen Diät aus Gerste, Weizen und Bohnen lebten, was ihnen den spöttischen Spitznamen "Hordearii" (Gerstenfresser) einbrachte. Diese einseitige Ernährung zielte bewusst darauf ab, eine dicke isolierende Fettschicht über den Muskeln aufzubauen, die in der Arena als eine Art biologische Rüstung fungierte. Dadurch konnten oberflächliche Schnittwunden, die für das Publikum spektakulär blutig aussahen, einfach in das Unterhautfettgewebe eindringen, ohne die tieferliegenden Sehnen, Muskeln oder lebenswichtigen Organe der wertvollen Kämpfer dauerhaft zu zerstören.
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