Historischer Mythos (Wikingerzeit)

Die Lüge der gehörnten Helme

Wie das Theater unsere Geschichtsbücher fälschte

1 Min. LesezeitGeschichte & Mythen
Die Lüge der gehörnten Helme
Die Idee der gehörnten Helme entspringt nicht der nordischen Geschichte, sondern dem 19. Jahrhundert, als der Kostümbildner Carl Emil Doepler sie für Richard Wagners berühmte Oper "Der Ring des Nibelungen" entwarf, um die Schurken dämonischer wirken zu lassen. In echten Schlachten wären Hörner auf dem Kopf ein fatales Todesurteil gewesen, da Feinde sie problemlos hätten greifen können oder Waffen daran hängen geblieben wären. Echte Wikinger kämpften stattdessen mit glatten, runden Eisenhelmen, von denen feindliche Schwerter einfach wirkungslos abglitten.